Abgesagt: Pin-Börse 2020

ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Situation sehen wir derzeit leider keine Möglichkeiten mehr für die Durchführung unserer Pin-Börse. Die aktuellen Entwicklungen lassen hier leider keinen Spielraum mehr. Daher sagen wir die diesjährige Pinbörse ab und hoffen auf eine Durchführung im nächsten Jahr.

Pin-Sammler aufgepasst: Am kommenden Sonntag (01.11.2020) findet von 11:30 – 17:00 Uhr unsere beliebte Pin-Börse „Im Wilden Mann“ statt. Hier könnt ihr wie immer stöbern, verkaufen, kaufen und handeln.

Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir Händler, sich vorher unbedingt über unser Formular anzumelden. Besucher sind ohne Anmeldung willkommen, bitte bringt aber evtl. etwas Wartezeit mit, da sich immer nur eine bestimmte Anzahl Menschen in den Räumlichkeiten aufhalten darf.

Die Händler werden von uns einzeln per E-Mail benachrichtigt. Es gilt das Prinzip „Wer zuerst kommtmahlt zuerst“. Bitte hinterlasst auf jeden Fall eure Telefonnummer, so dass wir euch ggf. kurzfristig am Sonntag informieren können, falls ein Platz frei wird.

Die Kirmesfreunde Soest freuen sich auf einen spannenden Sonntag und wünschen „gute Geschäfte“.

Letzter Stammtisch 2020, 23.10.2020, 19:00 Uhr


Liebe Kirmesfreunde,

der letzte Stammtisch 2020 findet am Freitag, den 23. Oktober 2020 um 19:00 Uhr im “Im Wilden Mann” statt.

(Noch-)Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf euch!

ACHTUNG: Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 20.10.2020.



    So etwas gibt’s nur in Soest!

    Vor Tagen angekündigt startete heute, Montag, den 05.10.20 der Verkauf der „Kirmes im Karton“ um 09:30 Uhr im Garten neben der Teichsmühle. Eine tolle Idee der WMS–Soest. Kirmes-Devotionalien im Karton, die diesjährige Allerheiligenkirmes im Herzen. Soweit alles in Butter: Wecker entsprechend gestellt und früher in die Stadt gegangen! So der Plan. Eben noch die Zeitung lesen, dann aber los. Für meine Verhältnisse tatsächlich ziemlich im Zeitplan war ich um 08:30 Uhr an der Teichsmühle. Wartende Kirmesverrückte, gemütlich auf Campingstühlen vor dem Mühlrad sitzend, erwarteten mich mit mitleidsvollen Mienen und verhießen nichts Gutes. Na gut, an der Schlange vorbei Richtung Osterkamp, wird schon nicht so schlimm werden. Huch, auch der Schweinemarkt war mit einer an der Wand entlang schleichenden, hoch disziplinierten, Warte-Serpentes bestückt. Nicht etwa diagonal über den Platz, nein jede Gerade und jede Ecke am Rand des Platzes ausnutzend. Sieht ja auch schöner aus. Ich werd´ verrückt, aber hinter der AOK ist dann wohl das Ende der Ausharrenden zu erwarten. Nöpp, auch hier eine akkurate, den Hygienevorschriften entsprechende, exakt 1,5 Meter Abstand einhaltende Linie von geduldig wartenden Kirmesfans. Na ja, dann kann ich das „Unangenehme“ mit dem Nützlichen verbinden und bei der Deutschen Bank gleich Geld holen. War auch bitter nötig, da ich inzwischen einige Bitt-Anrufe erhalten habe, doch bitte eben ein paar Kirmes-Pins mitzubringen. Tatsächlich konnte ich mich am selbigen Bankhaus am aktuellen Ende der Schlange einordnen. Klasse! Zwischenzeitlich kam uns der gut gelaunte, allseits bekannte Anzeiger-Fotograph entgegen und wusste zu berichten, dass ich an Position 127 doch noch realistische Chancen hätte, eines dieser Kirmes-Care-Pakete zu erhaschen. Meine Laune wurde schlagartig verbessert. Kopfschüttelnde Autofahrer zwängten sich zwischen uns und dem Gegenverkehr hindurch, nicht wissend, warum um Gottes Willen an einem Montag Morgen so viele Menschen vor einer Bank in der Schlange stehen. Börsencrash? Finanzkrise? Beifahrer wurden als verzweifelte Parkplatz-Scouts losgeschickt, liefen schon einmal vor, um zu sehen, was da los ist. Ach ja, die Soester und irgendwas mit Kirmes, das reicht, um einen Ausnahmezustand zu kreieren. Einer dieser Scouts rief schon von weitem, dass die Schlange bis hinter Fromme gehe, ein Zustrom der Kaufwilligen reiße nicht ab. Inzwischen kam in mir ein wirkliches Kirmesgefühl hoch, welches ich sonst nur vom langen Stehen vor einem Kirmes-Bierstand kenne. Die Kälte schlich sich langsam von unten durch die Sohlen in meine Statik. Super, wie auf der Kirmes, und pullern müsste ich auch mal.

    Wie auf der Autobahn im Stau ging es nach einer Stunde unerklärlicherweise plötzlich und unerwartet aus dem Stand von Null auf Hundert weiter. Der Stand muss seine Klappen geöffnet haben. Nach zehn rasanten Metern im Gleichschritt mit den vor mir wartenden ging dann wieder nichts mehr. Egal, auch auf der Kirmes ist so manches Mal Geduld gefragt. 

    Irgendwann war ich tatsächlich auf dem Teichsmühlen-Vorplatz angekommen. Stolze Spaßvögel präsentierten ihre erstandenen Kirmestrophäen, nicht ohne den Wartenden mitzuteilen, dass nur noch 20 Kartons da sein. Bitte, jetzt keine anarchistischen Straßenkämpfe! Beruhigende Nachrichten kamen durch die stille Post von vorne nach hinten, noch sei genug Material da. Beruhigt, aber nicht mehr gänzlich sicher, ob Startplatz 127 reicht, harrte ich weiter aus. Ein Schild deutete an, dass nur Barzahlung akzeptiert werden kann. Gut, dass ich im Gegensatz zu anderen Leidensgenossen, den Einstieg in die Warteschlange an einer Bank vollzogen habe. Natürlich wurden hier und da Plätze für die zu einer Bank spurtenden Menschen freigehalten. Noch 3 Meter bis zum Stand, die Kälte war am Kleinhirn angekommen und der Druck auf die Blase hatte Kirmes-Donnerstags-Niveau angenommen.

    Gebetsmühlenartig höre ich, frei nach Monty Python, „Jeder nur ein……. Karton“! Eine super Sache, denn sonst wäre wahrscheinlich spätestens bei dem 50sten Kirmeskunden das Wort „Ausverkauft“ gefallen.

    Und dann bin wirklich ich dran, „Kirmes im Karton“ erstanden, dazu einige Auftragseinkäufe erledigt, Pins eingetütet. Ab dafür! Stolz an den noch Wartenden vorbei flanierend blicke nun ich mitleidig auf die noch Wartenden. Eigentlich sollte ich mir das mit dem Klappstuhl auch gönnen, aber der Blasendruck ist nach 2,5 Stunden dann doch zu groß. Alles in allem, wie auf der Kirmes!

    Bleibt mir nur noch, meine Bewunderung den in der Schlange wartenden Kirmesfans gegenüber auszudrücken. Hoch diszipliniert und geduldig mit Abstand verweilend, selbst Londoner Busreisende wären beeindruckt gewesen. Chapeau, auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkaufsstand der WMS. Der Ansturm auf den Verkaufsstand war dem auf einen Bierstand auf dem Pferdemarkt sehr ähnlich, die bewahrte Ruhe und Freundlichkeit, mit der den Kunden immer wieder mitgeteilt wurde, dass jeder nur eine Erwachsenen- und eine Kinderbox bekommen kann, war sehr beeindruckend. Vielen Dank!

    Irgendwie war es ein sonderbares, aber tolles Kirmeserlebnis!

    Bis bald

    Oliver Früchtenicht

    Besuch Pützchens Historischer Jahrmarkt in Bonn-Beuel

    2020 und bedingt durch Corona keine richtige Kirmes in Sicht? Doch, dort in Bonn-Beuel bei der Schaustellerfamilie Markmann ein kleiner Lichtblick. In einer eigens dafür errichteten Halle fand eine Kirmes statt. Aufgebaut waren und sind das ganze Jahr über, zu bestimmten Öffnungszeiten, eine Vielzahl von historischen Karussellen, Verkaufsbuden und Schießhallen.

    Also machten sich meine Frau und ich uns auf – einmal wenigstens in diesem Jahr – ein wenig Kirmesflair und den Duft von gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und Bratwurst zu erleben.

    Einmal Eintritt bezahlt konnte Mann und natürlich auch Frau alle Fahrgeschäfte den ganzen Tag fahren. Durch die Eingangsfront der Schaubude „Das Land des Lächelns“ gelangten wir in die große historische Kirmessammlung. Als erstes ging es einmal in die Raupenbahn bei der sich zum Ende der Fahrt das grüne Tuch Dach über einen schwang, ach was konnte darunter toll geknutscht werden… trotz Corona. Weiter ging es um eine Runde in Müllers Holzpfosten-Auto Selbstfahrer zu fahren, um danach sofort eine Runde in Feldmanns altem Holz-Riesenrad zu drehen. Belohnt wurden wir mit einem klasse Blick über das gesamte Geschehen. Erst einmal genug von den Runden in den Fahrgeschäften, wurde eine Bratwurst mit Pommes zur Stärkung zu sich genommen, zubereitet in einem alten Wurststand und dabei wurde zugesehen wie Schleifers Berg- und Talbahn „Fahrt ins Paradies“ sich drehte. Herr Schleifer begleitete die Fahrt im Fahrstand stehend mit passender Musik, gespielt auf seinem Saxophon. Nun gings weiter zur Fahrt ins Kettenkarussell. Während der Fahrt hörte man im Hintergrund Klänge von einer der ausgestellten historischen Kirmesorgeln der Familie Schleifer. Außerdem konnte man noch eine gut erhaltene und restaurierte Schiffschaukel der Familie Markmann ausprobieren. Überall, an allen Fahrgeschäften wurde die der fünfziger- und sechziger Jahre entsprechende Musik abgespielt. Zusammen mit den kirmestypischen Gerüchen war man fast auf unserer Allerheiligenkirmes.

    Des Weiteren waren und sind sehr viele historische Kirmesbilder mit Bezug zum Pützchens Markt sowie Autoskooter Chaisen, Glücksspielgeräte und vielerlei kirmestypische Gebrauchsgegenstände ausgestellt. Sehr interessant sich das alles anzusehen und zu bewundern.

    Auf den zwei aufgebauten Kinderkarussellen hatten auch die Kinder ihren Spaß, die Eltern konnten sich dann zwischenzeitlich bei Kaffee oder anderen Getränken an Markmanns‘ Kaffeebar erholen.

    Zum Abschluss wurden noch gebrannte Mandeln gekauft, um zu Hause diesen wunderbaren Kirmestag ausklingen zu lassen.

    Lothar Horst

    Der Alte ist der Neue

    Für alle, die es noch nicht wissen. „Unser“ Jägerken, Sebastian Moritz, bleibt ein weiteres Jahr das Jägerken der Stadt Soest. Wir freuen uns riesig!

    Für dein nächstes Jahr als Jägerken wünschen wir dir, lieber Sebastian, alles Gute! 🙂

    Hier gehts nochmal zum Artikel vom Soester Anzeiger.